• dkw. Kunstmuseum
    Dieselkraftwerk Cottbus
    Uferstraße/Am Amtsteich 15
    03046 Cottbus
    Tel. +49(0)355 494940 40

    www.museum-dkw.de
    info@museum-dkw.de

  • Dienstag - Sonntag
    10.00 - 18.00 Uhr
    Montag geschlossen

INSTITUTION - MUSEUM

Die Moderne im Industriedenkmal

Das vom Land Brandenburg verantwortete Museum für bildende Kunst in Cottbus hat im Mai 2008 sein neues Domizil im ehemaligen Dieselkraftwerk zwischen Amtsteich und Spree bezogen. Mit seiner Symbiose von alter und neuer Architektur entwickelt sich das Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus seither zu einem Publikumsmagneten für Kunstbegeisterte, Architektur und Technikliebhaber.

Treppe vom Foyer zur Ausstellungsetage
2008
Foto: Marlies Kross
Treppe vom Foyer zur Ausstellungsetage
© Marlies Kross

Die Institution geht auf eine Museumsgründung im Jahre 1977 zurück. 1991 wurde das Museum in den Status eines Landesmuseums gehoben und setzte seine Arbeit unter veränderten Vorzeichen als Brandenburgische Kunstsammlungen Cottbus fort. Seit Juli 2004 ist es - neben dem Staatstheater Cottbus - Teil der Brandenburgischen Kulturstiftung Cottbus. Der Umzug aus einem ehemaligen Textilkaufhaus an den neuen Standort auf der grünen Mühleninsel im Zentrum der Stadt war ein Quantensprung im Leben des Kunstmuseums.
Das Industriegebäude Dieselkraftwerk - ein von Werner Issel entworfener Klinkerbau, der 1928 seinen Betrieb aufgenommen hatte - wurde in knapp vier Jahren Planungs- und Bauzeit saniert und zu einem Museum der zeitgenössischen Kunst umgebaut. Das Büro Anderhalten Architekten, Berlin, konzipierte und realisierte den Umbau zum Museum.

Foyer
Innenansicht
2008
Foto: Ursula Boehmer
Foyer, Innenansicht
© Ursula Böhmer

Für das abwechslungsreiche Ausstellungsprogramm stehen nun rund 1.250 Quadratmeter Ausstellungsfläche im ehemaligen Maschinenhaus und Schalthaus zur Verfügung. Das Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus beherbergt mehr als 23.000 Objekte moderner und zeitgenössischer Kunst der Gattungen Malerei, Skulptur / Objekt, Grafik, Fotografie und Plakatkunst. Neben Präsentationen aus dem Sammlungsbestand sind jährlich etwa sieben personal- oder thematisch gebundene Ausstellungen zu sehen. Seit Mitte der 1990er Jahre bilden Ausstellungen und Erwerbungen zum Themenkreis Landschaft / Raum / Natur / Umwelt den Schwerpunkt.

Treppe zum Schalthaus
2008
Foto: Marlies Kross
Treppe zum Schalthaus
© Marlies Kross

Als "Kulturzentrum" mitten in der Stadt Cottbus ist das Museum auch Werkstatt für kreative Menschen, Konzert- und Tanzraum, Jazz- und Theaterbühne, Industriedenkmal im Lausitzer Revier sowie Tagungsort für Firmen und Vereine. Mit diesem Baudenkmal des 20. Jahrhunderts ist überdies ein weiterer Leuchtturm der Architekturgeschichte in Cottbus zu finden, neben dem repräsentativen Jugendstiltheater und dem innovativen Neubau IKMZ (Informations-, Kommunikations- und Medienzentrum der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus) von Herzog & De Meuron.


GESCHICHTE

Die Cottbuser Institution Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück - ein stetiger Anstieg von der Abteilung eines Bezirksmuseums (1977) über eines, das der Staat der DDR mit dem Praefix der "Staatlichen Kunstsammlungen Cottbus" (1984) zierte, bis hin zum Landesmuseum, den "Brandenburgischen Kunstsammlungen Cottbus" (1991). Schließlich erfolgte Mitte 2004 der Wechsel der Trägerschaft, das Museum wurde - neben dem Staatstheater Cottbus - Teil der Brandenburgischen Kulturstiftung Cottbus, freilich immer noch unter Verantwortung des Landes Brandenburg. Und endlich ergab sich mit Blick auf das neue Domizil dann der Namenswechsel zum "Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus" (2006).

Während in den 1970er und frühen 1980er Jahren zunächst regionale Gesichtspunkte die Linie des Hauses in Ausstellungs- und Ankaufspolitik bestimmt hatten, erweiterten die Verantwortlichen dies später auf traditionelle Kunstlinien des 20. Jahrhunderts, so dass sich eine Sammlung mit Ausdrucksformen der zweiten Generation des Expressionismus sowie der Neuen Sachlichkeit entwickelte. Es konnte gelingen, eine kleine, relativ unabhängige Sammlung zusammenzutragen, die auch ungegenständliche Positionen in sich vereint. Dies war vermutlich gerade deshalb möglich - oder zumindest trug der Umstand dazu bei -, weil dieser museale Ort Cottbus keinesfalls zentral im beobachtenden Interesse der Berliner Kulturhoheit lag, wie etwa die Museen in Berlin, Dresden oder Leipzig.

Die 1980er Jahre lenkten den Blick bald mehr auf das Zeitgenössische und auf neue experimentelle Felder. So ist eine große Anzahl von Werken des neoexpressiven Aufbruchs in der DDR ins Haus gelangt.

Die Fokussierung allein auf den ostdeutschen Raum war mit der Wende obsolei geworden, eine andere Maßstäblichkeit gefordert. Mit dem Anspruch eines Museums in Landesverantwortung wuchsen auch die Aufgaben und Orientierungsräume. So steht die Institution heute einerseits für die Kunst im Land Brandenburg, so wie andererseits der Blick über die Grenzen des Landes hinaus, im Austausch mit dem Kunstgeschehen anderer Bundesländer und anderer Provenienzen in einem vereinten Europa unerlässlich ist.

Mitte bis Ende der 1990er Jahre setzte sich die Konzentration der Arbeit in Ausstellungsbetrieb und Erwerbungspolitik auf einen Themenkreis von "Landschaft / Raum / Natur / Umwelt" durch.

Malerei und Fotografie unterliegen in den Präsentationen der Sammlung keiner Trennung, sondern stehen gleichrangig nebeneinander. Die Sammlung der Fotografie ist eine quantitativ wie qualitativ sehr umfangreiche Sammlung der Autorenfotografie in den neuen Ländern.

Die Sammlung Plakatkunst, die im eigentlichen Sinne als eine Disziplin des angewandten Kunstbereichs zu sehen ist, widmet sich der ostdeutschen Genese entsprechend vorwiegend dem kulturellen Plakat.


BRANDENBURGISCHE KULTURSTIFTUNG COTTBUS

Seit Juli 2004 ist das dkw. Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus - neben dem Staatstheater Cottbus - Teil der Brandenburgischen Kulturstiftung Cottbus.
Aufgabe der Stiftung öffentlichen Rechts ist es, durch den Betrieb der beiden Einrichtungen Kunst und Kultur im Land Brandenburg zu fördern. Zuwendungsgeber der Stiftung sind das Land Brandenburg und die Stadt Cottbus.

STIFTUNGSRAT

Prof. Dr.-Ing. Dr. Sabine Kunst Vorsitzende
Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg

Holger Kelch Stellvertretender Vorsitzender
Oberbürgermeister der Stadt Cottbus

Gabriele Mayr
Mitarbeiterin im Ministerium der Finanzen des Landes Brandenburg

Reiner Walleser
Abteilungsleiter Kultur im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur
des Landes Brandenburg

Berndt Weisse
Leiter des Geschäftsbereichs für Jugend, Kultur, Soziales der Stadt Cottbus

Frau Dr. Martina Münch
Mitglied des Landtages des Landes Brandenburg

Dr. Helmut Schmidt
Stadtverordneter der Stadt Cottbus

STIFTUNGSVORSTAND

Dr. Martin Roeder
Vorsitzender und Verwaltungsdirektor | Geschäftsführender Direktor
des Staatstheaters Cottbus

Ulrike Kremeier
Direktorin des dkw. Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus

Martin Schüler
Intendant des Staatstheaters Cottbus


LINKS

Staatstheater Cottbus
www.staatstheater-cottbus.de

Museumsverband des Landes Brandenburg e.V.
www.museen-brandenburg.de

Reiseland Brandenburg
www.reiseland-brandenburg.de


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