| VORSCHAU
Agnieszka Polska
DECADES
12.09.2010 - 21.11.2011
Die 1985 im polnischen Lublin geborene Medienkünstlerin Agnieszka Polska arbeitet vornehmlich mit Video und Fotografie. Eines ihrer jüngsten Projekte trägt den Titel "Objects" (2007/2008), eine aus 13 Fotografien bestehende Serie. Wie auch in anderen Arbeiten verwendet und verwandelt die Künstlerin vorgefundenes Material mittels elektronischer Bildbearbeitung. Dabei setzt sie auf eine antiquierte Anmutung der Aufnahmen, die hier wie aus den 50er oder 60er Jahren des letzten Jahrhunderts wirken und dem Ganzen quasi einen Retrostil aufprägen. Die durch Löschen, Einmontieren oder anderweitiges Verfremden entstehenden "Dokumente" wirken zunächst, als würden sie dem damaligen Kunstkontext entstammen. Die Präsentation verschränkt Fotografien und Videoprojektionen zu einem ungewöhnlichen Raumerlebnis.
Agnieszka Polska studierte ab 2005 zunächst an der Kunstakademie in Krakow und setzte dann ihr Studium an der Universität der Künste in Berlin fort, wo sie derzeit lebt und arbeitet.

Schräg gegenüber.
Plakate von Helmut Brade, Erhard Grüttner, Heinz Handschick, Günther Kieser, Uwe Loesch, Holger Matthies, Volker Pfüller, Gunter Rambow
7.11.2010 - 9.1.2011
In dieser Ausstellung wird das Werk von acht Künstlern aus Ost und West gewürdigt, die Bahnbrechendes auf dem Gebiet der Plakatgestaltung geleistet haben.
Der Brandenburger Grafiker Erhard Grüttner und der im Spreewald geborene Heinz Handschick gehören zu den Plakatgestaltern, die sich besonders im Bereich des Filmplakates verdient gemacht haben. Gemeinsam mit Helmut Brade aus Halle und Volker Pfüller aus Berlin (beide als Grafiker und Bühnenbildner tätig) brachten sie Anfang der 1960er Jahre neue und eigenwillige Sehweisen in die Plakatgestaltung der DDR. Mit sicher angewandten Stilmitteln, wie Schrift und Bild, Symbol und Zeichnung bereicherten sie in den folgenden Jahrzehnten das Erscheinungsbild des Plakates der DDR. Sie trugen mit Kreativität und Engagement dazu bei, dass die bis dahin eher uniformen Plakate an Ausdruck gewannen. Neue Akzente setzten auch Grafiker wie Uwe Loesch aus Düsseldorf, der in seinen Plakaten häufig mit Verfremdungseffekten arbeitet, ebenso Holger Matthies aus Hamburg und der heute in Güstrow lebende Gunter Rambow. Sie entdeckten für sich die Fotografie als eine ideale Ausdrucksform, insbesondere die Fotomontage und die Fotografie nach arrangierten Motiven. Dazu gehört auch Günther Kieser aus Frankfurt am Main, der seit den 1960er Jahren als einer der wichtigsten deutschen Grafikdesigner von Jazz- und Rockplakaten gilt.
(Änderungen vorbehalten)

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