• dkw. Kunstmuseum
    Dieselkraftwerk Cottbus
    Uferstraße/Am Amtsteich 15
    03046 Cottbus
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    10.00 - 18.00 Uhr
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VORSCHAU 2016


Manfred Paul. Werkzyklen
28.5. - 28.8.2016


Manfred Paul (Jahrgang 1942) zählt zu den wichtigen Vertretern der DDR- Autorenfotografie. Er ist in den 1980er Jahren der Fotograf, der die Moderne der 1920er Jahre am deutlichsten reflektierte und dem durch seinen liebevollen und poetischen Blick auf die Welt immer wieder atmosphärisch-dichte Aufnahmen gelingen.
Von Anfang an setzt sich Manfred Paul in seinen Arbeiten mit den existentiellen Fragen des menschlichen Daseins auseinander. Die Darstellung des Subjektiven steht bei ihm stets stärker im Vordergrund als das Abbild einer objektiven Realität. Seine große Sensibilität und sein ausgeprägter Sinn für eine klassische Bildsprache bringen Bilder von Dingen, Menschen und Landschaften hervor, die in ihrer Intensität und Stille vollkommen zeitlos erscheinen.
Die Ausstellung präsentiert eine Auswahl an Fotografien aus einzelnen Werkzyklen, die aus verschiedenen Schaffensjahren stammen und u.a. Pauls langjährige Beschäftigung mit Ostberliner Stadtlandschaften und Hinterhöfen im Prenzlauer Berg, Stillleben und Meereslandschaften belegen. Einen Schwerpunkt bilden dabei die Stillleben, eines der bevorzugten Genres des Fotografen. Etliche der zwischen 1983 und 1985 entstanden Aufnahmen von Alltagsobjekten gehören neben vielen anderen Bildern des Künstlers seit seiner Einzelausstellung im Jahr 1985 zum Bestand des dkw.
Dem Zyklus der Stillleben widmet der Leipziger Verlag spector books eine Publikation, die zur Ausstellung erscheinen wird.


David Lehmann. Menschen sind Teufel und leben im Kino.
Arbeiten auf Papier
28.5. - 28.8.2016


Der Titel der Ausstellung nimmt Bezug auf "Die acht Weltsätze" des Dadaisten Johannes Baader, der seinen 1918 veröffentlichen Text als neues Kapitel der "Göttlichen Komödie" ausweist und die Ordnung der Menschheit im Himmel mit dem Satz einleitet: "Die Menschen sind Engel und leben im Himmel".
In der Einzelausstellung von David Lehmann werden Papierarbeiten gezeigt, die auf Filme der Kinogeschichte des 20. Jahrhunderts verweisen: "Martha" von Rainer Werner Fassbinder, "Belle de Jour" von Luis Bunuel, "American Gigolo" von Paul Schrader, "Alien" von Ridley Scott etc. Jene Arbeiten beziehen sich auf die filmischen Ikonen des Kinos der 1960er-1990er Jahre. Jedes Bild für sich genommen zeichnet eine Art von Quintessenz eines bestimmten Filmes nach, während das Ensemble gleichsam ein Parforceritt durch die existentialistischen Tendenzen der Cinematografie abbildet. Be-/verhandelt werden die Basisthemen des menschlichen Lebens: Liebe, Sexualität, Geschlechterfragen, Exzess, Fremdheit und Vertrautheit, Schuld und Sühne.
David Lehmann konterkariert und verknüpft das in das kollektive Gedächtnis eingeschriebene Wissen des Massenmediums Film mit der Tradition der Malerei. Seine Werk ist formal und diskursiv an der Schnittstelle von Malerei und Zeichnung angesiedelt. Zwischen jenen Artikulationsformen oszillierend reflektieren seine Bilder nicht nur (klassische) Themen der Malerei und ihrer Verbindung zu anderen künstlerischen Gattungen, wie u.a. dem Kino. Vielmehr wird vor allem das Medium selbst ebenso wie auch dessen Möglichkeiten, aber auch seine Grenzen hinterfragt. Geradezu gedacht wie eine filmische Montage und formal entsprechend angelegt, bilden Überblendungen und motivische Überlagerungen ungewöhnlich tiefe Bildräume, die jenseits der Kategorien von "abstrakt" und "gegenständlich" angelegt sind, diese aber gleichermaßen zur Disposition stellen.
Analog zu den überzeichneten und ironischen Abhandlungen zum Weltall und der Menschheit des Oberdada Johannes Baader blickt der Maler David Lehmann auf das Verhältnis von Imagination, dem Kino als Projektionsraum und der menschlichen Existenz zwischen Realität und Fiktion.


Endmoräne 25. ...und die wunderliche Welt dreht sich weiter
26.6. - 7.8.2016


Aus Anlass des 25-jährigen Bestehens von Endmoräne e.V. - Künstlerinnen aus Brandenburg und Berlin e.V. - findet die jährliche ortsbezogene Sommerwerkstatt 2016 der Künstlerinnen im ehemaligen Naturkundemuseum, einem Industriebau aus dem 19. Jahrhundert, gegenüber dem dkw. statt. Dies geschieht in Kooperation mit dem dkw. Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus.
Die wechselvolle Historie dieses Hauses, die Stadt Cottbus und die umgebende Braunkohlenregion der Brandenburgischen Lausitz und nicht zuletzt die eindrucksvoll Umbrüche markierende Zahl "25" bilden den Kontext und das Thema des diesjährigen Werkstatt- und Ausstellungsprojektes.
25 Künstlerinnen, darunter Gäste aus dem Ausland, werden sich der vielseitigen Geschichte dieses Bauwerks annehmen und es temporär mit vielgestaltigen künstlerischen Interventionen zu neuem Leben erwecken. Das Arbeiten vor Ort in dem vorgeschalteten 14-tägigen Workshop mit den unterschiedlichsten künstlerischen Techniken bildet dabei den entscheidenden Schlüssel: Das Ergebnis ist offen - gemäß der jeweiligen künstlerische Sparte und dem Entwickeln der Arbeiten direkt vor Ort, ob poetisch, politisch, sozialkritisch, partizipativ oder performativ - und auch im Dialog mit der historischen Industriearchitektur. Nach der Sommerwerkstatt werden Filme, Bilder, Skulpturen, Objekte, Installationen, Performances und Interaktionen entstanden sein, die der Öffentlichkeit in einer Ausstellung präsentiert werden.

Mit Arbeiten von Susanne Ahner, Kerstin Baudis, Ka Bomhardt, Claudia Busching, Monika Funke Stern, Gisela Genthner, Margita Haberland, Renate Hampke, Rotraud von der Heide, Masko Iso, Ingrid Kerma, Gunhild Kreuzer, Angela Lubic, Annette Munk, Dorothea Neumann, Patricia Pisani, Elke Postler, Antje Scholz, Erika Stürmer-Alex, Christiane Wartenberg und den Gästen: Barbara Müller, Varsha Nair, Karla Sachse, Gaby Taplick. special guest: Undine Giseke

Es finden begleitende Veranstaltungen der Künstlerinnengruppe statt. Ergänzend ist ein dokumentarischer Ausstellungsteil zu den Aktivitäten von Endmoräne geplant, die über ein Vierteljahrhundert ihre Spuren in der Region hinterlassen haben.
Zudem erscheint zur Ausstellung ein umfangreicher kunstwissenschaftlicher Katalog.


Daniela Comani. Eine glückliche Ehe. Teile der Fotoserie
28.06. - 19.07.2016
Im Rahmen des Christopher Street Day 2016.
Präsentation im Foyer/Kostenfrei zu besichtigen während der Ausstellungsdauer.


Ulrich Wüst. Aus der Sammlung des dkw
16.7. - 11.9.2016



Roland Nicolaus. Zwischenwelten
16.7. - 25.9.2016



Bilderlust. Plakate, Theaterarbeit, Grafik und Malerei von Volker Pfüller
13.9. - 13.11.2016



Francisco de Goya. Los Caprichos
8.10.2016 - 1.1.2017



Annette Messager. Hexentänze
8.10.2016 - 1.1.2017



Rudi Meisel. Landsleute 1977 - 1987. Zwei Deutschlands
26.11.2016 - 15.1.2017



 

Änderungen und Ergänzungen bleiben vorbehalten. Stand 09.05.2016.



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