• Kunstmuseum
    Dieselkraftwerk Cottbus
    Uferstraße/Am Amtsteich 15
    03046 Cottbus
    Tel. +49(0)355 49 49 40 40

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    10.00 - 18.00 Uhr
    Mo geschlossen

VORSCHAU 2012


Das Ausstellungsjahr 2012 im Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus

Das Ausstellungsprogramm für das Jahr 2012 sieht neun Wechselausstellungen vor, die ein abwechslungsreiches Panorama von Einzelpositionen bis zu thematischen Übersichtsschauen darstellen.

Das Jahr beginnt mit einer One-Man-Show des Berliner Fotografen Stefan Heyne, der mit seinen Arbeiten erkundet, was wir Abbildern unserer Welt entnehmen können. Seine radikalen Abstraktionen hinterfragen ästhetische Bildphänomene wie Lesbarkeit, Reduktion und Unschärfe ("Speak to Me", 15.1. - 18.3.2012).
Der hohe Raum des Maschinenhauses M 1 fordert Künstler immer wieder heraus, spezielle Installationen, Raumkompositionen oder Arrangements zu fertigen. Auch Stefan Heyne sieht sich dazu veranlasst, so wie später im Jahr ebenfalls der im Spreewald beheimatete Maler Dieter Zimmermann, der - in Kongruenz zu seinem inneren Zwang, das einmal gewählte Bildformat immer und immer wieder zu reproduzieren - den Raum mit dem über Jahre entstandenen Bildtypus förmlich überzieht ("Der Grübelzwang", 23.6. - 26.8.2012).

Der Cottbuser Künstler Thomas Kläber hat in diesem Jahr im Rahmen eines Gemeinschaftsprojekts mit Rudolf Holtappel, dem älteren Kollegen aus dem Ruhrgebiet, ein Heimspiel. Die Doppelschau mit dem markanten Titel "Deutschland, Deutschland …" verspricht Einblicke in zwei getrennte Kapitel deutscher Geschichte, die über die Fotografieprojekte der beiden Protagonisten Holtappel und Kläber transportiert werden (14.2. - 29.4.2012).

Einem zweiten Maler wird mit einer großen Einzelausstellung Aufmerksamkeit gezollt: Thoralf Knobloch. Der heute in Berlin lebende Künstler gehört nach dem Studium in Dresden der zeitgenössischen sächsischen Malergeneration an. Die großformatigen Bilder zeigen keine gängigen Motive, oftmals wird der Betrachter auf "Nebengleise" geleitet. Knoblochs rätselhafte Szenerien, seine "Verstellten Räume" markieren stilistisch eine Zeitenwende. Zeit und Ort erfahren in ihnen rätselhafte Verschlüsselungen (29.4. - 1.7.2012).

Manfred Butzmann entfaltet ein Kaleidoskop seines Schaffens der letzten Jahrzehnte - mit Arbeiten, die zwischen den künstlerischen Gattungen changieren. Butzmanns Schaffen dockt sich immer an gesellschaftlichen Themen an, meist in streitbarem Charakter. Dem in Potsdam geborenen und wieder in seiner Heimatstadt lebenden Künstler wird anlässlich seines 70. Geburtstags eine große Übersichtsschau gewidmet ("Die ganze Heimatkunde", 12.5. - 19.8.2012).

Hinter dem vielsagenden Titel "ES GEHT UM DIE WELT" verbirgt sich eine große Schau pointierter Stellungnahmen zum Thema Umwelt. Hinter den markanten Plakatanschlägen stehen große Namen international bekannter Plakatgestalter, denen die Natur und vor allem unser Umgang mit ihr Anliegen sind (5.2. - 15.4.2012).

Damit befindet sich das Kunstmuseum Dieselkraftwerk beim inhaltlichen Schwerpunkt seiner Arbeit, dem Themenkreis "Landschaft/Raum/Natur/Umwelt", der bereits in der einen oder anderen Einzelausstellung des Programms angeklungen ist.

Der Rundfunk Berlin-Brandenburg ist unter der Schlagzeile "Land - Stadt - Land" mit seiner Sammlung im Cottbuser Museum zu Gast (25.3. - 10.6.2012). Die Ausstellung umfasst Bilder aus der Zeit des vorigen Jahrhunderts bis in die heutigen Jahre und regt zur Auseinandersetzung mit dem heimatlichen Umfeld an. Motive aus Brandenburg und Berlin spiegeln in höchst unterschiedlichen Stilen, Techniken und Formaten die Vielfalt der Landschaftsmalerei wider.

Dem Thema Straße und Raum widmet eine große Privatsammlung eine eigene Schau. Mit dem Titel "ROAD ATLAS" präsentiert die DZ Bank Kunstsammlung Klassiker der Street Photography (11.7. - 26.8.2012).

Schließlich hält eine große Sammlung aus Bochum mit einer viele Jahrhunderte umfassenden Kunstsammlung zum Thema Landschaft temporär in das Museum Einzug. Erstmalig fasst das Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus für die wertvolle Übersichtsschau "Weltsichten" alle Ausstellungsräume zusammen. Landschaftssicht ist immer auch Weltsicht - das wird sich an den mehr als zweihundert Werken von der holländischen Landschaftsmalerei des 17. Jahrhunderts bis zu den Sichtweisen unserer Zeit, von Joos de Momper über Pierre Bonnard und Lovis Corinth bis zu Roy Lichtenstein und Wolfgang Tillmans, in den verschiedensten Brechungen erfahren lassen (16.9.2012 - 15.1.2013).

Viele der Projekte sind Kooperationsveranstaltungen mit anderen Museen und Ausstellungshäusern.


es geht um die welt.
Internationale Plakate zu Natur und Umwelt
5.2. - 15.4.2012

Nach heutigem Verständnis ist mit dem Begriff "Umwelt" weitgehend die Umwelt des Menschen gemeint: Der Mensch mit seinen Aktivitäten nimmt ständig Einfluss auf seine Umwelt und ist umgekehrt massiv deren Rückwirkungen ausgesetzt.


Lex Drewinski
Greenspace
Siebdruck
1991

Bei dieser Ausstellung handelt es sich um Plakate zu Landschaft, Raum, Natur, Umwelt, also um genau den Themenkreis, dem sich das Museum seit etwa Mitte der 1990er Jahre in Ausstellungsbetrieb und Erwerbungspolitik verstärkt widmet. Die Ausstellung umfasst internationale Plakate etwa der letzten zwanzig Jahre. Obwohl Plakate ein schnelllebiges Medium sind, haben sie zum großen Teil nichts von ihrer Aktualität verloren - Stichworte sind Klimawandel, Energieverwendung, Ölpest, Luftverschmutzung durch Abgase etc., aber auch Migration und Integration, also soziokulturelle Faktoren spielen eine Rolle - ungelöste Themen, die die Welt bewegen.


Moichi Umemura
It's Human Beings Pollute Our Valuable Water.
Es liegt im menschlichen Wesen, unser Wasser zu verschmutzen.
Offset
um 1990

Die Ausstellung setzt sich aus Arbeiten der Sammlung und zum größten Teil aus den Einreichungen angefragter Künstler zusammen. Eingeladen wurden rund einhundert Grafikdesigner aus Armenien, Australien, Brasilien, China, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Iran, Israel, Japan, Mexiko, Österreich, Polen, Russland, aus der Schweiz, der Slowakei, aus Slowenien, Spanien, Südkorea, Taiwan, der Türkei und den USA. Die Plakatsprache der Künstler ist so vielgestaltig wie ihre Charaktere. Sie ist drastisch oder zurückhaltend, nachdenklich, sachlich, humorvoll oder satirisch und vor allem - betroffen und engagiert.

Eröffnung Sonntag / 5. Februar / 11.00 Uhr


Deutschland, Deutschland...
Fotografien aus zwei Ländern von Rudolf Holtappel und Thomas Kläber
14.2. - 29.4.2012

Die in dieser Ausstellung versammelten Schwarzweißfotografien von Thomas Kläber (*1955 in Beyern, Elbe-Elster-Kreis) und Rudolf Holtappel (*1923 in Münster) ermöglichen einen Rückblick ganz eigener Art auf deutsch-deutsche Befindlichkeiten. Es werden zwei fotografische Positionen gegenübergestellt, die eng mit verschiedenen Regionen Deutschlands verknüpft sind und diese in teilnehmender Beobachtung dokumentieren: Während die Fotografien Rudolf Holtappels Aspekte des Lebens im Ruhrgebiet der 1950er bis 1970er Jahre zeigen, halten die etwas später, in den 1970er bis 1990er Jahren aufgenommenen Bilder von Thomas Kläber vor allem Alltagssituationen in der ländlichen Umgebung Südbrandenburgs fest. Bei aller Verschiedenheit von Sichtweise und Herkunft reflektieren beide Fotochronisten ihr jeweiliges Lebensumfeld mit empathischem und zugleich unbestechlichem Blick durch die Kameralinse. Die Menschen werden unverstellt, zuweilen mit leisem Humor, in ihrer Eigenart gezeigt. Sie bewahren jedoch stets ihre Würde, die aus der intimen Verbundenheit der Fotografen mit dem abgelichteten Umfeld resultiert.

Eröffnung Dienstag / 14. Februar / 19.00 Uhr


Land - Stadt - Land.
Blicke auf Berlin und Brandenburg. Bilder aus der Sammlung des Rundfunk Berlin-Brandenburg
25.3. - 10.6.2012

Thoralf Knobloch.
Verstellte Räume (AT) 29.4. - 1.7.2012

Die ganze Heimatkunde
von Manfred Butzmann
12.5. - 19.8.2012

Dieter Zimmermann.
Der Grübelzwang
23.6. - 26.8.2012

ROAD ATLAS.
Straßenfotografie aus der DZ BANK Kunstsammlung
11.7. - 26.8.2012

Weltsichten.
Landschaft in der Kunst vom 17. bis zum 21. Jahrhundert
16.9.2012 - 15.1.2013

(Änderungen vorbehalten)

 

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