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AKTUELLES

CLARA MOSCH 1977 - 1982. Kunst in der DDR zwischen Repression und Selbstbestimmung

CLARA MOSCH 1977 - 1982. Kunst in der DDR zwischen Repression und Selbstbestimmung
19.4. - 3.7.2016


Mit der Ausstellung CLARA MOSCH werden erstmalig Werke der in der DDR bis 1982 bestehenden Künstlergruppe CLARA MOSCH im dkw. präsentiert.

Der skurril anmutende Name der Karl-Marx-Städter Künstlergruppe entsprang aus den Anfangsbuchstaben der beteiligten Künstler Carlfriedrich Claus (1930-1998), Thomas Ranft (*1945), Dagmar Ranft-Schinke (*1944), Michael Morgner (*1942) und Gregor-Torsten Schade (*1948; heute Kozik). Ein engagiert wie lustvoll betriebenes Experiment künstlerischer Selbstorganisation war das für die Künstler, in einem durchorganisierten Staat, der dafür eigentlich keinen Platz vorgesehen hatte. Ein Zentrum der Aktivitäten bildete die gleichnamige Galerie CLARA MOSCH, die im Ortsteil Adelsberg von der Gründung 1977 bis zur Auflösung der Gruppe 1982 nonkonforme Kunst in 29 Ausstellungen präsentierte. Neben aktuellen eigenen Arbeiten waren das Werke von Künstlern wie Max Uhlig, Wolfgang Petrovsky, Gerhard Altenbourg oder Klaus Hähner-Springmühl. In wechselseitigen Reaktionen der Künstler aufeinander entstanden zahllose Serien und Tableaus, Ausstellungsplakate, Editionen und Mappenwerke, die ein beeindruckendes Panorama der Andersartigkeit entfalten. Neben Dokumenten und besonderen Gemeinschaftswerken zeigt die Ausstellung vor allem Druckgrafiken und Zeichnungen, aber auch Hörstücke, Mail-Art-Objekte, Filme und Fotografien.

Leussow-Recycling, 1978,  Holzkoffer-Objekt (in Zusammenarbeit mit der Galerie Arkade, Berlin, Edition Arkade Nr. 50

Leussow-Recycling
Holzkoffer-Objekt, 1978.
In Zusammenarbeit mit der Galerie Arkade, Berlin.
Edition Arkade Nr. 50
Foto: Lindenau-Museum, Altenburg.

"Clara Mosch war eigentlich eine ‚Notgruppe' angesichts der Situation qualitätlosen `Sozialistischen Realismus` in Karl-Marx-Stadt, ein Protest gegen Provinzialismus, wir hatten überhaupt kein Programm, sondern Mosch war ein Boot für alle, die nicht untergehen wollten." Michael Morgner (1989)

Die von Jeannette Brabenetz kuratierte Ausstellung wird von den Städtischen Kunstsammlungen Albstadt übernommen und hat ihre erste und einzige ostdeutsche Station im dkw.
Zur Ausstellung ist ein eigenes Begleitheft (40 Seiten) erschienen, das zum Preis von 5 Euro erhältlich ist und gegen Rechnung auch auf dem Postwege versandt werden kann.


Künstlerplakate aus dem Archiv Trümmel/Thomas Lehmann
dkw. extern. Die dkw.-Sammlung auf Reisen


Künstlerplakate aus dem Archiv Trümmel/Thomas Lehmann
27.2. - 15.5.2016


Die Ausstellung zeigt Künstlerplakate aus dem Archiv der in Cottbus ansässigen Druckerei Trümmel. Seit den 1980er Jahren produziert dort Thomas Lehmann in Zusammenarbeit mit Künstler/innen aus Brandenburg Künstlerplakate.
Durch die Präsentation seines Archives wird nunmehr offensichtlich, in welcher Weise im Produktionsakt die künstlerische Arbeit und die handwerkliche Arbeit ineinandergreifen und sich wechselseitig beeinflussen. Da die Kooperationen mit den Künstlern langfristig und andauernd sind, wird gleichermaßen sichtbar, wie sich über die Jahre innerhalb eines künstlerischen Bildschaffens Veränderungen nachvollziehen lassen.
Zu sehen sind Arbeiten der nachstehenden Künstlerinnenn und Künstler (in alphabetischer Reihenfolge):
Meinhard Bärmich. Ute Belkius. Cornelia Bischof. Paul Böckelmann. Eckhard Böttger. Kurt Buchwald. E.R.N.A. Ulrike und Olaf Degwitz. Alexander Gehmlich. Rainer Görß. Rainer Gottemeier. Erhard Grüttner. Manfred Grund. Thomas Herrmann. Jürgen Henker. Chris Hinze. Veit Hofmann. Andreas Klose. Matthias Körner. Dieter Ladewig. Inka Lumer. Jutta Mirtschin. Alfred T. Mörstedt. Siegried Noack. René Piekara. HMR Praetorius. Egon Pukall. Manfred Reuter. Otto Sander-Tischbein. Daniel Sambo-Richter. Hans Scheuerecker. Jürgen Schütze. Jürgen Schuft. Frank Seidel. Rainer Sioda. Rudolf Sittner. Eva-Maria Vieberg. Hans-Georg Wagner. Andreas Wallat. Bernd Winkler. Rainer Zille. Dieter Zimmermann

Chris Hinze
Plastik, Malerei / Kraft II, 1993<br>
Siebdruck, 84 x 59,4 cm
Chris Hinze
Plastik, Malerei / Kraft II, 1993
Siebdruck, 84 x 59,4 cm
Archiv Trümmel/Thomas Lehmann, © Chris Hinze


dkw. extern. Die dkw.-Sammlung auf Reisen

Kunst im Landtag Brandenburg

KUNST/PLAKAT/KUNST.
Aus der Sammlung des dkw. Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus
Januar - Dezember 2016. Eröffnung am 20. Januar 2016.


Das dkw. Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus verantwortet im Jahr 2016 die künstlerische Bespielung des Brandenburgischen Landtags in Potsdam.

Das dkw. Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus präsentiert in der Jahresausstellung 2016 des Brandenburgischen Landtags Plakatkunst aus dem Zeitraum 1965 bis heute. Die Ausstellung eröffnet sowohl Rückblicke auf die Entwicklungslinien im Bereich der Plakatkunst als auch Einblicke in die gegenwärtige Produktion. Gleichermaßen dokumentiert sie ein Stück Sammlungsgeschichte und Profil der Abteilung Plakatkunst des Museums.

Helmut Brade
Das Plakat als Kunstgegenstand, 1979
Siebdruck, 99,8 x 69,5 cm
Helmut Brade
Das Plakat als Kunstgegenstand, 1979.
Siebdruck, 99,8 x 69,5 cm
Copyright: Helmut Brade

Die Exposition zeigt vorrangig Kulturplakate, aber auch Arbeiten zu sozialen Themen und Umweltproblemen aus Ländern wie Deutschland, Frankreich, Finnland, Japan, China, Polen, Russland und der Schweiz.
Beginnend mit künstlerischen Plakaten der 1960er Jahre aus der DDR konzentriert sich die Auswahl auf Beispiele der 1980er und 1990er Jahre, die von einem spürbaren Aufschwung der Plakatkunst in Ostdeutschland gekennzeichnet waren. Bereits in den siebziger Jahren profilierten sich die meisten der heute für die Sammlung wichtigen Plakatkünstler, die über viele Jahre das Bild des DDR-Plakates prägten. Sie brachten Experimentierfreude und frische Ideen in das Plakatschaffen ein. Mit neuen konzeptionellen Ansätzen und eigenen Stilmitteln haben diese Künstler, deren Hauptbetätigungsfeld im Bereich der Kunst und Kultur lag, auf sehr unterschiedliche und höchst eigenwillige Weise zur Belebung der Plakatlandschaft beigetragen.
KUNST/PLAKAT/KUNST zeigt nicht nur einen repräsentativen Querschnitt nationaler und internationaler Plakatkunst aus den Beständen des Museums, vielmehr präsentiert sie auch eines der wesentlichen öffentlichen Museen des Landes Brandenburg mit seinem überregional renommieren Sammlungsbestand.

Die Ausstellung ist vom 20. Januar bis 19. Dezember 2016, montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr (außer an gesetzlichen Feiertagen) im Brandenburgischen Landtag in Potsdam zu sehen.



Dauerleihgabe

Im Büro des Präsidenten der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg, Prof. Dr.-Ing. Dr. h.c. DSc. h.c. Jörg Steinbach, werden zwei Kunstwerke aus den Beständen des dkw. als Dauerleihgabe präsentiert. Die beiden ausgewählten Gemälde stammen von Künstlern aus dem Land Brandenburg.
Es handelt sich dabei um die "Teichlandschaft" aus dem Jahre 1979 von Frank Merker (1944 - 2008) und um eine Arbeit der Künstlerin Rosemarie Schulze (*1952) mit dem Titel "Blick auf die Peitzer Teiche" von 1978.


(Änderungen und Ergänzungen vorbehalten/Stand 18.04.2016)

 


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