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AKTUELLES

Zwischentöne. Malerei. Mona Hoeke
Zwischenräume
Der Funke spring über
Tschthinzscht. Urban.

Zwischentöne. Malerei
Mona Höke
05.07. - 31.08.2014


Wie ein roter Faden zieht es sich von Anfang an durch das Werk der Cottbuser Malerin und Grafikerin Mona Höke (geb. 1971). Auf ihren Papieren und Leinwänden verschwistern sich Schreiben, Zeichnen und Malen auf eigentümliche Weise. Die Künstlerin durchstreift auf sehr verschiedenen Pfaden das Spannungsfeld zwischen Schriftbild und Malgrund, zwischen Zeichensetzung und Farbauftrag. Das hat ihre Kunst in den letzten Jahren zu einem Höhepunkt geführt. Einerseits bieten Dichtungen, wie die von Ingeborg Bachmann, reichlich Anregung, andererseits ist es immer wieder die literarische und kalligrafische Form des Briefes, die in Bildhaftes Übertragung findet.

Mona Hoeke
Ohne Titel aus der Folge
Mona Hoeke
Ohne Titel, aus der Folge "Launen", 2011
Acryl, Tusche auf Papier, 40 x 30 cm
Foto: Marlies Kross
© VG Bild-Kunst, Bonn 2014
Mona Hoeke
arabesk, 2014
Acryl auf Leinwand, 280 x 180 cm
Foto: Marlies Kross
© VG Bild-Kunst, Bonn 2014
Mona Hoeke
arabesk, 2014
Acryl auf Leinwand, 280 x 180 cm
Foto: Marlies Kross
© VG Bild-Kunst, Bonn 2014

Aus vielschichtigen Farbsetzungen und kritzliger Einschreibung kommen die jüngeren Malereien von Mona Höke hervor. Da begegnen sich große Pinselschwünge und kleine Malstrukturen. Sie verflechten sich und bilden mal ein wuchermildes ornamentales Gewebe, mal eine Lebensspur in Figurandeutungen. Träumerische Kurvaturen und spurhafte Andeutungen gewinnen eine Leichtigkeit, die weniger in spontaner Niederschrift, sondern vielmehr im sich überlagernden Wechselspiel zwischen intuitiver Formsetzung und sorgsamer Antwortsuche hervorwächst. Die Bilder bestehen häufig aus mehreren Schichten der Über-arbeitung, was sich als ein Grundprinzip der Kunstpraxis von Mona Höke herausschält. Reduzieren oder Abwaschen, Zerschneiden und Neuzusammenfügen offenbaren sich in diesem Prozess als wesentliche Schritte. So verdichten sich die Werke - nicht selten über einen längeren Zeitraum - zu lebendigen Schichtwesen.

Im Gegenüber mit Arbeiten von Künstlerinnen wie Hanna Darboven oder Miriam Cahn werden Bilder von Mona Höke in der parallel laufenden Ausstellung "Zwischenräume" spannungsvoll kontextualisiert und eingebunden.


Zwischenräume
Solveig K. Bolduan, Miriam Cahn, Hanne Darboven, Mona Höke,
Rosemarie Trockel
05.07. - 31.08.2014



Blick in die Ausstellung
auf eine Installation von Solveig K. Bolduan
und ein Aquarell im Hintergrund ebenfalls vonSolveig K. Bolduan
Foto: Marlies Kross
© VG Bild-Kunst, Bonn 2014
Blick in die Ausstellung
auf eine Installation von Solveig K. Bolduan
und ein Aquarell im Hintergrund ebenfalls vonSolveig K. Bolduan
Foto: Marlies Kross
© VG Bild-Kunst, Bonn 2014

Die Ausstellung "Zwischenräume" stellt Arbeiten von Künstlerinnen vor, die oft an der Schnittstelle von Zeichnung und Malerei oder Zeichnung und Performance angesiedelt, sich nicht darauf beschränken Räume abzubilden, sondern Räume herstellen. Monumental und doch subtil formulieren jene Künstlerinnen seit den 1970er Jahren Bild-Erzählungen und Bild-Welten, die die konventionellen Artikulationsformen umkodieren: der Bildraum wird zum Realraum.


Blick in die Ausstellung
auf Schwarzkreidezeichnungen von Miriam Cahn
und eine Keramikplastik von Rosemarie Trockel
Foto: Marlies Kross
© VG Bild-Kunst, Bonn 2014
Blick in die Ausstellung
auf Schwarzkreidezeichnungen von Miriam Cahn
und eine Keramikplastik von Rosemarie Trockel
Foto: Marlies Kross
© VG Bild-Kunst, Bonn 2014

Weder politischen noch ästhetischen Ideologien verschrieben, geben die Arbeiten dennoch einen (Ein-)Blick in den Abgrund der conditio humana. Denn insbesondere Themen, die gemäß tradierter Zuschreibungen in die weibliche Domäne fallen, werden über die Bilder vergegenwärtigt: Familie, Körper, häusliche Sphäre etc.


Der Funke spring über - Werkstattausstellung des mukk.
02.07.-24.08.2014


Nunmehr zum 6. Mal haben die zahlreichen Teilnehmer der Kunstkurse im mukk.-Atelier die Gelegenheit ihre Arbeiten einem breiten Publikum zu präsentieren. Im vergangenen Jahr fanden mehr Kurse denn je statt, und somit haben sich über 300 Kursteilnehmer der Jury gestellt. Aus der Fülle der eingereichten Arbeiten entsteht eine Werkschau mit Buchobjekten, Malereien, Zeichnungen, Drucken, plastischen Arbeiten von Kindern, Senioren, Erwachsenen und Menschen mit Handicap, die in den angebotenen, vielfältigen Workshops und Abendkursen, unter der Anleitung von Künstlern aus Cottbus, Berlin und Dresden, geschaffen wurden.


Arbeiten aus der Kinderwerkstatt
Holz, Papiermaché, Acrylfarbe
Foto: mukk.
Arbeiten aus der Kinderwerkstatt
Holz, Papiermaché, Acrylfarbe
Foto: mukk.

Eröffnet wird "Der Funke springt über" am 2. Juli, um 17 Uhr und ist bis 24. August kostenfrei im Veranstaltungsraum (ausgenommen 14.-18. Juli), in der BlackBox und im Café Ölschalter zu sehen.


Tschthinzscht. Urban.
I. 6.2. - 9.4.2014 / II. 18.4. - 24.6.2014 / III. 29.8. - 24.10.2014

Annemarie Balden-Wolff, Ursula Döbereiner,
Hermann Glöckner, Stéphanie Nava, Wilhelm Rudolph,
Gwen Rouvillois, Katharina Schmidt, Esther Stocker,
Albert Wigand, Eva-Maria Wilde, Willy Wolff


Das Faszinierende oder Irritierende einer Ausstellung ist nicht einzig in den Werken selbst zu entdecken, sondern ebenso sehr in dem Dazwischen. Die Ausstellungsreihe "Tschthinzscht" zeigt Zeichnungen und Collagen von Künstlerinnen der Gegenwart sowie eine Auswahl grafischer Arbeiten aus dem Bestand des dkw.. Diese konzentrierte Gruppierung versammelt unterschiedlichste Arten künstlerischen Ausdrucks, die sich vielfältig aufeinander beziehen. Alle sprechen sie die Sprache der Moderne, dies jedoch in verschiedenen Dialekten und Modulationen, die Fragen provozieren.
In diesem Sinn ist auch der Ausstellungstitel zu verstehen. In den 1910er Jahren mimt die Soubrette Liesl Karlstadt in einer Komödie mit Karl Valentin Herr Tschthinzscht, einen chinesischen Salonkomiker und singt auf Chinesisch. Tatsächlich verbindet sie Phantasiesprache und bayrischen Volksmund zu einem chinesisch anmutenden Sing-Sang. Das vermeintliche Kauderwelsch dieser Bühnenfigur verdeutlicht wie Sprache zwischen Prägnanz und Obskurität changiert. Die erste Edition - "Tschthinzscht. Urban" - widmet sich künstlerischeren Positionen, welche vor allem das Medium Zeichnung nutzen, um die Ausdrucksformen sprich das Vokabular städtischer Oberflächen zu untersuchen.


Blick in die Ausstellung in der BlackBox des dkw.
Foto: Marlies Kross
Blick in die Ausstellung in der BlackBox des dkw.
Foto: Marlies Kross

Blick in die Ausstellung in der BlackBox des dkw.
Foto: Marlies Kross
Blick in die Ausstellung in der BlackBox des dkw.
Foto: Marlies Kross

"Tschthinzscht" ist ein mehrteiliges Ausstellungsunternehmen, welches auf Initiative Eva-Maria Wildes hin entstand und weiterhin entsteht. Die Künstlerin unterrichtet am Lehrstuhl für Plastisches Gestalten der BTU Cottbus-Senftenberg Architekturstudierende im Zeichnen. Ein Anliegen des Projekts ist nicht nur die Kooperation zwischen Universität und Kunstsammlung zu stärken, sondern vor allem den Studierenden neben der praktischen Arbeit, die Möglichkeit zu geben an Originalen die Gestaltungsoptionen zeichnerischen Ausdrucks zu erfahren und darüber zu sprechen. Generell gilt für "Tschthinzscht", dass der Dialog vor den Werken unverzichtbar ist und im Rahmen eines Begleitprogramms, mit Filmabend, Künstlergespräch u.m., auf verschiedenste Weise initiiert werden soll.

... II. 18.4. - 24.6.2014:

Die Ausstellung in der Black Box geht weiter! Einfach ab- und wieder aufgebaut wird jedoch nicht. Im zweiten Teil der Präsentation transformieren die Künstlerinnen Eva-Maria Wilde und Ursula Döbereiner den Raum samt Ausstellung. Manche der bereits ausgestellten Werke werden entfernt, andere umgehängt und neue hinzugefügt. Zudem fertigen sie raumbezogene Wandarbeiten, arrangieren damit ein Gefüge für alle übrigen Werke und zeigen, dass Zeichnung auch jenseits von Papier existiert. Ziel ist es, Schnittpunkte und Abweichungen, im jeweiligen Umgang mit den Formsprachen der Moderne und Erfahrungen städtischen Lebens, erkennbar zu machen. Aus dem Bestand des dkw. sind Zeichnungen und Collagen von Annemarie Balden-Wolff, Hermann Glöckner, Albert Wigand, Willy Wolff und Hans Kinder zu sehen.



Kuratiert von Eva-Maria Wilde und Ulrike Kremeier. Eine Ausstellung in Kooperation mit der BTU Cottbus-Senftenberg, Fakultät für Architektur, Bauingenieurswesen und Stadtplanung, Lehrstuhl für Plastisches Gestalten.


(Änderungen vorbehalten)

 

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