• dkw. Kunstmuseum
    Dieselkraftwerk Cottbus
    Uferstraße/Am Amtsteich 15
    03046 Cottbus
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    10.00 - 18.00 Uhr
    Montag geschlossen

AKTUELLES

Zirkuszauber
In der Kunst des 20. Jahrhunderts. Aus einer Privatsammlung und der Sammlung des dkw.
6.5. - 20.8.2017


Die kunterbunte, wirbelnde Welt der Artisten, Clowns und exotischen Tierdressuren hat schon von früh an Maler und Grafiker in ihren Bann gezogen. Die von Stadt zu Stadt ziehende Truppe bot und bietet den Künstlern einen Fächer an Motiven, um nicht nur symbolisch ihre eigene Existenz am Rande der Gesellschaft zu spiegeln. Der Zirkus ist Entführung pur aus dem Grau des Alltags - Magie und Melancholie aber liegen dabei dicht nebeneinander. War es einerseits jene Manege voller Illusion und atemberaubender Kunststücke samt aberwitziger Clownerien, so erzeugt andererseits diese Kunstwelt auch genügend Stoff für die kritische Schau auf die Rolle des Künstlers und die gesellschaftlichen Verhältnisse. Demgemäß hängen in der Ausstellung farbenfrohe Blätter, etwa von Max Schwimmer oder Wilhelm Lachnit, neben dem "Traurigen Clown" von Bernhard Buffet oder der Grafikmappe von dem unbekannten Arminius Hasemann, die zwischen Verführung und Tod den Bogen der Kunststücke spannt. Die vor über 40 Jahren begonnene Sammlung von Wolfgang Finkbein umfasst heute gut 900 Werke; neben Malereien vor allem Arbeiten auf Papier, darunter etliche herausragende grafische Mappenwerke. Namhafte Künstler sind hier vertreten und die Aufzählung reicht von Max Beckmann über Marc Chagall, Erich Heckel, Harald Metzkes und Hans Ticha bis zu Pablo Picasso und Georges Rouault.

Mit gut 170 Arbeiten eröffnet die Präsentation im dkw. einen lebendigen Querschnitt durch diese einmalige Zirkus-Kunstsammlung.


Blütezeiten
Sven Gatter
1.7. - 3.9.2017

Die Ausstellung "Blütezeiten" des Künstlers Sven Gatter (geb. 1978 in Halle/Saale, lebt und arbeitet in Potsdam und Berlin) ist eine poetische Reflexion der wechselvollen Geschichte der Industrieregion Bitterfeld. Die mit dem Lotto Brandenburg Kunstpreis 2016 ausgezeichnete fotografische Serie kombiniert Landschaftsbilder und Porträts mit textlich gefassten Erinnerungen, die den Wandel einer Region und ihrer Identität bezeugen. Der Untergang der traditionellen Industrie - wie Kohleabbau - veränderte nicht nur die Landschaft, sondern auch deren Nutzung. So werden beispielsweise geflutete Tagebaulöcher zu Seen, die nicht mehr für Arbeit, sondern für Freizeit und somit für die ökonomische Verschiebung von Räumen stehen. Als Vertreter der sogenannten "Dritten Generation Ostdeutschland" gehört Sven Gatter, der an der Ostkreuzschule für Fotografie Berlin und der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig studiert hat, zu jenen Künstler/innen, die ihre eigene Erfahrung des gesellschaftlichen und politischen Umbruchs in soziale, aber auch künstlerische Debatten einbringen und somit eine Auseinandersetzung mit der eigenen (ostdeutschen) Geschichte vorantreiben, mitbestimmen und mitschreiben.


Paukenschlag der Moderne
Man Ray / László Moholy-Nagy / El Lissitzky / Alexander Rodtschenko / Raoul Hausmann / Umbo
1.7. - 3.9.2017

Die Ausstellung zeigt mehr als 80 Schlüsselwerke der Moderne aus der Sammlung von Barbara und Horst Hahn. Die Bedeutung der Künstler dieser Ausstellung für die Kunst des 20. Jahrhunderts kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Ihr Wirken, das mitein­ander verknüpft war, und ihre Werke, die sich gegenseitig befruchtet haben, übertrugen die Ideen der Moderne auf die Fotografie. In der Art und Weise ihres "Neuen Sehens" manifestierte sich der unmittelbare Ausdruck der Zeit nach dem 1. Weltkrieg. Die Fundamente dieser neuen Bildästhetik tragen bis heute. Man Ray gehört zu den einflussreichsten Künstlern des 20. Jahrhunderts. Er ist einer der ersten multimedialen Künstler im heutigen Sinne und gilt als Fotoavantgardist, der die Ästhetik der Fotografie revolutionierte. László Moholy-Nagy zählt als wegweisender Repräsentant der Bauhaus-Fotografie zu den Protagonisten des "Neuen Sehens". El Lissitzky, der eine avantgardistische und dynamische Bildgestaltung anstrebte, gilt als Pionier der konstruktivistischen Fotografie. Alexander Rodtschenko modernisierte durch neuartige Perspektiven, ungewohnte Blickwinkel und Verkürzungen die Bildästhetik. Raoul Hausmann zählt als experimenteller Fotograf zu den Erfindern der modernen Fotomontage und Vertretern des ganzheitlichen Sehens. Umbo experimentierte als Bahnbrecher der Moderne stilbildend mit Fotogrammen, Fotomontagen und Mehrfachbelichtungen. Der Auftritt dieser sechs Künstler in den 1920er Jahren wirkte wie ein Paukenschlag der Moderne, dessen Widerhall in der Kunstgeschichte bis in unsere Tage zu vernehmen ist. Ihnen gemeinsam diente die Fotografie als wirksames Mittel im künstlerischen Prozess, um der Wirklichkeit eine eigene Vorstellungswelt entgegenzusetzen. Damit einher ging auch die endgültige Anerkennung der Fotografie als künstlerisches Medium.


BLmK extern. Die Sammlung des Landesmuseums auf Reisen


Dauerleihgabe

Im Büro des Präsidenten der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg, Prof. Dr.-Ing. Dr. h.c. DSc. h.c. Jörg Steinbach, werden zwei Kunstwerke aus den Beständen des dkw. als Dauerleihgabe präsentiert. Die beiden ausgewählten Gemälde stammen von Künstlern aus dem Land Brandenburg.
Es handelt sich dabei um die "Teichlandschaft" aus dem Jahre 1979 von Frank Merker (1944 - 2008) und um eine Arbeit der Künstlerin Rosemarie Schulze (*1952) mit dem Titel "Blick auf die Peitzer Teiche" von 1978.


(Änderungen und Ergänzungen vorbehalten/Stand 18.07.2017)

 


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