• Kunstmuseum
    Dieselkraftwerk Cottbus
    Uferstraße/Am Amtsteich 15
    03046 Cottbus
    Tel. +49(0)355 494940 40

    www.museum-dkw.de
    info@museum-dkw.de

  • Di - So
    10.00 - 18.00 Uhr
    Mo geschlossen

AKTUELLES

"Wir müssen den Schleier von unseren Augen reißen"
Alexander Rodtschenko
Konstellation I - Günther Friedrich
ausschnittsweise
dkw. extern. Die dkw.-Sammlung auf Reisen

"Wir müssen den Schleier von unseren Augen reißen"
Fotografie und Zeichnung der russischen Avantgarde aus der Sammlung der Sepherot Foundation
21.06. - 20.09.2015


Bereits der Titel der Ausstellung, ein Zitat von Alexander Rodtschenko, verweist auf die Aufbruchsstimmung, die viele Künstler in Russland zu Beginn des 20. Jahrhunderts erfasste. Sie gehen mutig neue Wege, reduzieren ihr Vokabular auf wenige geometrische Formen und entwickeln eine eigene ungegenständliche Darstellungsweise.

Ljubow Popowa
Suprematistische Komposition, 1917
Farbiges Papier, Collage
© Sepherot Foundation (Liechtenstein)
Ljubow Popowa
Suprematistische Komposition, 1917
Farbiges Papier, Collage
© Sepherot Foundation (Liechtenstein)

Die Ausstellung veranschaulicht, wie die aus der bildenden Kunst kommenden Impulse des Konstruktivismus und Suprematismus auch das Medium der Fotografie durchdringen und wie das fotografische Sehen gleichzeitig Niederschlag in den Werken der Avantgarde-Künstler findet. Verdeutlicht wird dies in der Gegenüberstellung von nahezu 100 Fotografien und Zeichnungen von 18 KünstlerInnen aus der Sammlung der Sepherot Foundation Liechtenstein, die sonst nicht der Öffentlichkeit zugänglich ist.

Lasar (El) Lissitzky
Selbstporträt, 1924
Fotomontage, Vintage Print
© Sepherot Foundation (Liechtenstein)
Lasar (El) Lissitzky
Selbstporträt, 1924
Fotomontage, Vintage Print
© Sepherot Foundation (Liechtenstein)

Zu sehen sind u.a. Werke von Alexandra Exter, El Lissitzky, Kasimir Malewitsch, Ljubow Popowa, Alexander Rodtschenko, Olga Rosanowa, Nikolai Sujetin, Wladimir Tatlin und Nadeshda Udalzowa.


Alexander Rodtschenko
Fotografien aus der Sammlung des dkw.
21.06. - 20.09.2015


Parallel zur Ausstellung, die zahlreiche Werke der russischen Avantgarde präsentiert, werden in dieser Schau Bilder gezeigt, die 1981 nach einer Rodtschenko-Fotoausstellung in die Sammlung des Cottbuser Museums eingingen. Die fast 30 Werke aus den Jahren 1924 bis 1940 geben Einblick in das facettenreiche Schaffen Alexander Rodtschenkos (1891-1956), der mit radikalen Konzepten versuchte, die Utopie der russischen Revolution ästhetisch zu übersetzen.

Alexander Rodtschenko
Lachender Pionier, 1930
Silbergelatineabzug
© VG Bild-Kunst, Bonn 2015
Alexander Rodtschenko
Lachender Pionier, 1930
Silbergelatineabzug
© VG Bild-Kunst, Bonn 2015
Alexander Rodtschenko
Innenhof im Winter, 1926
Silbergelatineabzug
© VG Bild-Kunst, Bonn 2015
Alexander Rodtschenko
Innenhof im Winter, 1926
Silbergelatineabzug
© VG Bild-Kunst, Bonn 2015

Er führte den Konstruktivismus in die Fotografie ein. Bahnbrechend für die Entwicklung dieses Mediums im 20. Jahrhundert waren seine Fotomontagen, seine Bildexperimente mit überraschenden Perspektiven, seine unkonventionellen Aufnahmen, die sich durch ungewohnte Bildausschnitte, extreme Nahsichten, kühne Auf- und Untersichten auszeichnen.


Konstellation I
Günther Friedrich
04.07. - 30.08.2015


Dem Cottbuser Maler Günther Friedrich (1930-1986) wird die erste Ausstellung der im dkw. Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus neu eingerichteten Reihe "Konstellation" gewidmet. Mit dieser soll ein wesentlicher Schaffensaspekt eines Künstlers in neue Kontexte gestellt und in spannungsreiche Konstellationen, etwa zu kunstgeschichtlichen Positionen gebracht werden. Die von Friedrich zum Ende seines Lebens verfaßte Werkliste für eine Idealausstellung vereinigt vor allem Stilllebenmalereien aus den letzten Schaffensjahren. Basierend darauf, werden sowohl weitere Werke des Künstlers, mithin Auftragsarbeiten aus dem Bestand des dkw., als auch Gemälde seines Lehrers Hans Grundig (1901-1958) und klassische Stillleben des Italieners Giorgio Morandi (1890-1964) der Künstlerauswahl gegenübergestellt.

Günther Friedrich
Plasteflaschen, 1984
Öl auf Leinwand
© Christa Friedrich
Foto: Alexander Janetzko
Günther Friedrich
Plasteflaschen, 1984
Öl auf Leinwand
© Christa Friedrich
Foto: Alexander Janetzko
Giorgio Morandi
Stillleben mit kleiner Tasse und Karaffe, 1929
Radierung auf Zinkplatte
Morat-Institut für Kunst und Kunstwissenschaft, Freiburg i. Br.
© VG Bild-Kunst, Bonn 2015
Foto: Hartmut W. Schmidt
Giorgio Morandi
Stillleben mit kleiner Tasse und Karaffe, 1929
Radierung auf Zinkplatte
Morat-Institut für Kunst und Kunstwissenschaft, Freiburg i. Br.
© VG Bild-Kunst, Bonn 2015
Foto: Hartmut W. Schmidt

Rund drei Jahrzehnte nach seinem Tod eröffnet die Ausstellung damit neue Perspektiven auf das Schaffen des Malers. Von Anbeginn liegt eine Stärke von Friedrich in der stilllebenhaften Behandlung der Bildstoffe. In seiner Entwicklung tritt zu Tage, wie ein Künstler in der DDR um seine Position ringt und im bewussten Rückzug, auf dem Höhepunkt des Schaffens, ganz eigene Kompositionen im Stillleben zu finden.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.


ausschnittsweise

ausschnittsweise I: Cristof Yvoré
04.07.-24.07.2015
ausschnittsweise II: Martin Tiede
04.07.-24.07.2015
ausschnittsweise III: Matthias Körner
26.07.-21.08.2015)
ausschnittsweise IV: Martin Tiede, Cristof Yvoré
26.07.-21.08.2015
ausschnittsweise V: Matthias Körner, Martin Tiede, Cristof Yvoré
01.09.-21.09.2015


Die Ausstellungsreihe "ausschnittsweise" besteht aus drei Einzelausstellungen sowie zwei kleinen Gruppenausstellungen, die geradezu ineinander mäandern. Die Werke der drei beteiligten Künstler Cristof Yvoré, Martin Tiede und Matthias Körner stehen für unterschiedliche Auffassungen zeitgenössischer Stilllebenmalerei.

Die Gemälde des französischen Künstlers Cristof Yvoré zeigen in meist düsteren Farben flächig gemalte Alltagsgegenstände, die in einem abstrakten Bildraum, nicht aber in einem erkennbaren Alltagsraum verortbar sind. Sowohl Bildkomposition als auch Malweise verweisen auf die Flüchtigkeit des Moments, auf die Vergänglichkeit als einem klassischen Thema des Stilllebens.

Cristof Yvoré
O.T., 2006
Öl auf Leinwand
courtesy Zeno X Gallery Antwerpen
Cristof Yvoré
O.T., 2006
Öl auf Leinwand
courtesy Zeno X Gallery Antwerpen
Martin Tiede
Tisch I, 2007
Acryl auf Papier
© und Foto: Künstler
Martin Tiede
Tisch I, 2007
Acryl auf Papier
© und Foto: Künstler

Ebenfalls vor monochromen Hintergründen verlieren sich in Martin Tiedes Malereien die Gegenstände im Bildraum. Aus der Mitte gerückte, an den Rand oder gar darüber hinaus gedrückte Objekte verleihen den Bildern die Anmutung filmischer Sequenzen.

Matthias Körner
Interieur, 1991
Öl und Eitempera auf Leinwand
© und Foto: Künstler
Matthias Körner
Interieur, 1991
Öl und Eitempera auf Leinwand
© und Foto: Künstler

Matthias Körners Gemälde präsentieren einen fragmentierenden Blick auf leere, geradezu morbide Räume. Die bühnenhaft dargestellten Interieurelemente werden auf der Bildfläche gleichsam zu Raumstillleben (an)geordnet.


dkw. extern. Die dkw.-Sammlung auf Reisen

Spuren (des Alltags) - Fotografien aus der Sammlung des dkw.
Januar - Dezember 2015


Das dkw. Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus verantwortet im Jahr 2015 die künstlerische Bespielung des Brandenburgischen Landtags in Potsdam.

Stephanie Steinkopf
Aus der Serie: Manhattan - Straße der Jugend, 2012
Fine Art Print
Foto: Künstlerin
Stephanie Steinkopf
Aus der Serie: Manhattan - Straße der Jugend, 2012
Fine Art Print
Foto: Künstlerin

Die hierzu konzipierte Ausstellung stellt ca. 300 Fotografien aus dem Sammlungsbestand vor, die von künstlerischen Blicken auf 50 Jahre Alltag (in Brandenburg und anderswo) zeugen. Jene Repräsentationen gesellschaftlicher, kultureller und politischer Alltagswelten verweisen auf vielschichtige Lebenswirklichkeiten und Identitätsaspekte, die in individuelle und kollektive Räume eingeschrieben sind. Ein Darstellungsschwerpunkt liegt hierbei auf Abbildungen privater Sphären und Porträts, die Aufschluss über soziale Zusammenhänge geben. Des Weiteren steht der Themenbereich Arbeit im Fokus. Eingebettet werden diese beiden Hauptsujets in mehrteilige fotografische Bilder Brandenburgischer Landschafts- und Stadtansichten, die von den Veränderungen eines Flächenlandes in verschiedenen zeitlichen und politischen Epochen sprechen.


Weltenwechsel in Reutlingen

Am 2. Maiwochenende erlebte im Kunstverein Reutlingen und im Städtischen Kunstmuseum Spendhaus die Ausstellung "Weltenwechsel. Sammlung Siegfried Seiz. Figürliche Malerei im letzten Jahrzehnt der DDR und heute" auf ihrer zweiten Station mit über 450 Besuchern eine fulminante Eröffnung.

Ergänzt wurden die beiden Ausstellungsteile durch die Präsentation der Künstlerporträts von Ludwig Rauch in der Eingangshalle des Rathauses sowie der Kabinettausstellung "Was war - was bleibt. Druckgrafik aus der DDR" aus eigenen Beständen im Spendhaus.
Begleitend erschien eine Sonderveröffentlichung des Reutlinger General-Anzeigers, die u.a. ein Interview mit Hartwig Ebersbach und ein Porträt des Sammlers Siegfried Seiz enthält.

Zu sehen ist die Ausstellung "Weltenwechsel" in Reutlingen noch bis
zum 12. Juli 2015.


Leihgaben G. Friedrich

Für die Ausstellung "Konstellation I. Günther Friedrich" stellt die Sparkasse Spree-Neiße aus eigenem Kunstbesitz freundlicherweise acht Gemälde und Pastelle zu Verfügung. Im Gegenzug erhält das Cottbuser Bankhaus für diesen Zeitraum acht Malereien des Künstlers aus den Beständen des dkw. als Leihgabe, die anstelle der entliehenen Werke im Lobedan-Haus am Breitscheidplatz gehängt werden.


(Änderungen vorbehalten)

 

  Kontakt | Impressum | © 2006