• Kunstmuseum
    Dieselkraftwerk Cottbus
    Uferstraße/Am Amtsteich 15
    03046 Cottbus
    Tel. +49(0)355 494940 40

    www.museum-dkw.de
    info@museum-dkw.de

  • Di - So
    10.00 - 18.00 Uhr
    Mo geschlossen

AKTUELLES

Gegen den Strich
Weltenwechsel
Adelaide Ivánova
dkw. extern. Die dkw.-Sammlung auf Reisen

Gegen den Strich
Zeichnungen, Druckgrafik, Fotografie und Plakat
aus der Sammlung des dkw.
28.03. - 07.06.2015


Als Pendant zur Werkausstellung von Annemirl Bauer (Eröffnung 24. April) werden Arbeiten und Handschriften von Künstlern aus der DDR vereint, die dem kritischen Potential der Kunst auf sehr unterschiedliche Weise immer wieder Raum gaben.

Matthias Leupold
Ohne Titel, 1985
C-Print
Foto: dkw.
© VG Bild-Kunst, Bonn 2015
Matthias Leupold
Ohne Titel, 1985
C-Print
Foto: dkw.
© VG Bild-Kunst, Bonn 2015

Ihre Arbeiten fielen entweder ganz aus dem kulturpolitisch vorgegebenen Rahmen oder verließen diesen oftmals unbemerkt, mit hintergründigen Anspielungen und dem Zwischen-den-Zeilen-Lesen, das der geübte DDR-Bürger beherrschte. Zudem wurde dem Experimentellen und Nichtgegenständlichen, wenn überhaupt, im Bannkreis des sozialistischen Realismus, nur eine Randexistenz zugebilligt. Jedoch lassen sich gerade in den 1980er Jahren mehr und mehr unkonventionelle, eben gegen den Strich "gebürstete" künstlerische Haltungen beobachten. Einerseits lenkten sie Perspektiven auf ungeschönte, "übersehene" Alltäglichkeit im Sozialismus und andererseits operierten sie mit ungewöhnlichen Blickwinkeln oder Materialien.

Klaus Hähner-Springmühl
Der Schlaf, 1989
Fotografie, Latex, Fettstift, Klebestreifen auf Karton
Foto: Ludwig Rauch
Klaus Hähner-Springmühl
Der Schlaf, 1989
Fotografie, Latex, Fettstift, Klebestreifen auf Karton
Foto: Ludwig Rauch
Zeichnung/Druckgrafik:
E.R.N.A., Michael Diller, Klaus Hähner-Springmühl, Bernd Schlothauer u.a.

Fotografie:
Gundula Schulz Eldowy, Matthias Leupold, Jens Rötzsch, Rudolf Schäfer u.a.

Plakat:
Manfred Butzmann, Lutz Dammbeck, Jürgen Haufe, Joseph W. Huber u.a.



Weltenwechsel. Sammlung Seiz:
Figürliche Malerei aus dem letzten Jahrzehnt der DDR und heute
6.12.2014 - 15.02.2015 / 20.02. - 12.04.2015


06.12.2014 - 15.02.2015 Teil 1: Der Blick nach Außen
Hubertus Giebe, Clemens Gröszer, Rolf Händler, Bernhard Heisig,
Klaus Killisch, Konrad Knebel, Harald Metzkes, Roland Nicolaus,
Uwe Pfeifer, Stefan Plenkers, Wolfgang Smy, Heinrich Tessmer

21.02.2015 - 12.04.2015 Teil 2: Der Blick nach Innen
Lothar Böhme, Hartwig Ebersbach, Johannes Heisig, Peter Hoppe,
Walter Libuda, Werner Liebmann, Neo Rauch, Willi Sitte, Heinrich Tessmer,
Max Uhlig, Hans Vent, Jürgen Wenzel

Zum 25. Jahrestag von Mauerfall und Wiedervereinigung präsentiert das dkw. Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus gemeinsam mit dem Städtischen Kunstmuseum Spendhaus Reutlingen und dem Kunstverein Reutlingen das Ausstellungsprojekt "Weltenwechsel".
Ausgewählte Werke aus der Sammlung Siegfried Seiz, Reutlingen, werden mit aktuellen Arbeiten aus den Ateliers bzw. Nachlässen der 23 Künstler verwoben. Die Sammlung selbst vereint Bilder, die den generationsübergreifenden Facetten-reichtum und das teils subversive Potenzial der Kunst in der späten DDR anhand von Werken der bedeutendsten Protagonisten von Bernhard Heisig über Klaus Killisch und Harald Metzkes bis zu Neo Rauch verdeutlicht. Die Ausstellung macht den persönlichen Blick des Reutlinger Sammlers Siegfried Seiz kenntlich und offenbart den auf gegenseitigem Vertrauen beruhenden spezi-fischen Charakter einer im Dialog aufgebauten Sammlung.

Heinrich Tessmer
Große Reitergruppe (Apokalypse), 1986
Öl auf Leinwand, 200 x 200 cm
Sammlung Siegfried Seiz, Reutlingen
Foto: Volker Naumann, Schönaich
© VG Bild-Kunst, Bonn 2014
Heinrich Tessmer
Große Reitergruppe (Apokalypse), 1986
Öl auf Leinwand, 200 x 200 cm
Sammlung Siegfried Seiz, Reutlingen
Foto: Volker Naumann, Schönaich
© VG Bild-Kunst, Bonn 2014
Roland Nicolaus
Mänadenkollektiv, 2007
Öl auf Leinwand, 170 x 140 cm
Besitz des Künstlers
Roland Nicolaus
Mänadenkollektiv, 2007
Öl auf Leinwand, 170 x 140 cm
Besitz des Künstlers

Insgesamt zielt die Präsentation darauf ab, durch Einbeziehung neuerer Malereien der Künstler, Entwicklungslinien aufzuspüren, die durch den gesellschaftspolitischen Wandel motiviert und/oder durch künstlerische Entwicklungen bedingt sind. Über zwei zeitlich aufeinander folgende Kapitel reflektiert die Ausstellung die beiden Themenschwerpunkte: "Der Blick nach Außen" und "Der Blick nach Innen".

Im ersten Teil wird die zeitkritische Dimension der Malerei reflektiert, mit ihrer differenzierten Wirkung in die vielfach dargestellten städtischen, mithin gesellschaftlichen Räume hinein. Symbolisch verdichtete Mauergemälde, so von Roland Nicolaus und Stefan Plenkers, stehen neben Bildern der Vorahnung und visionären Überhöhung, so von Clemens Gröszer oder Uwe Pfeifer.
Im zweiten Teil rücken die klassischen Malereimotive wie Stillleben, Interieur, Landschaft und Aktdarstellung in Gemälden von Johannes Heisig, Max Uhlig oder Jürgen Wenzel ins Zentrum der Betrachtung. Sinnliche Intensität oder existentielle Ausdrucksstärke bestimmen jene Formen der Rückwendung ins Private.

Die Ausstellung ist ab Mai 2015 im Städtischen Kunstmuseum Spendhaus und im Kunstverein Reutlingen zu sehen.


Adelaide
Fotografien von Adelaide Ivánova
06.02.2015 - 26.04.2015


Die Fotografin Adelaide Ivánova, die im letzten Jahr ihr Studium an der Berliner Ostkreuzschule für Fotografie abschloss, arbeitet an der Serie "Adelaide" bereits seit 2006. Immer wieder hält die junge Brasilianerin ihre Großmutter, die in Recife lebt, mit der Kamera fest. Adelaide de Queiroz Silva, geboren 1921 in der brasilianischen Halbwüste "Sertão", die für ihre Ärmlichkeit berüchtigt war, hatte gewiss kein leichtes Leben. Sie brachte 16 Kinder zur Welt, von denen 14 das Kindesalter überlebt haben. Ihre Kinder hat sie weitgehend allein großgezogen, denn nachdem ihr Mann mit seiner Farm und einem kleinen Lebensmittelgeschäft Bankrott gegangen war und ihn dieser Verlust den Lebensmut nahm, entschloss sie sich allein mit ihren Kindern in die Hafenstadt Recife zu ziehen. Den Lebensunterhalt für ihre Familie verdiente sie, indem sie auf der Straße Kuchen verkaufte. Lange Zeit kämpfte Adelaide de Queiroz Silva in ihrem Leben gegen die Armut und vor allem dafür, ihren Kindern eine bessere Zukunft zu sichern. Dies ist ihr gelungen - die meisten von ihnen haben studiert und selbst Familien gegründet.

Adelaide Ivánova
Aus der Serie: Adelaide, 2006-2014
Injekt Prints
© Adelaide Ivánova
Adelaide Ivánova
Aus der Serie: Adelaide, 2006-2014
Injekt Prints
© Adelaide Ivánova

Trotz großer Schwierigkeiten und des harten und entbehrungsreichen Lebens ist sie keine verhärmte oder bittere alte Frau geworden. Dies zeigen eindrücklich die Bilder von Adelaide Ivánova, die ihre Großmutter in privaten Situationen zeigt - beim Arztbesuch, wie sie sich pflegt, rasiert, schmückt oder körperlich fit hält. Immer noch ist die über 90jährige auf gutes Aussehen bedacht, geht ihren Beschäftigungen nach. Gern posiert sie vor der Kamera ihrer Enkelin, setzt sich bewusst in Szene. Selbstbewusst und stolz präsentiert sie sich als eigenwillige und starke Persönlichkeit. Die Porträts, die von großer Nähe und hohem Respekt zur Person zeugen, erscheinen wie eine Aufforderung, sich auch im fortgeschrittenen Alter den Herausforderungen des Lebens jeden Tag aufs Neue zu stellen.


dkw. extern. Die dkw.-Sammlung auf Reisen

Spuren (des Alltags) - Fotografien aus der Sammlung des dkw.
Januar - Dezember 2015


Das dkw. Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus verantwortet im Jahr 2015 die künstlerische Bespielung des Brandenburgischen Landtags in Potsdam.

Stephanie Steinkopf
Aus der Serie: Manhattan - Straße der Jugend, 2012
Fine Art Print
Foto: Künstlerin
Stephanie Steinkopf
Aus der Serie: Manhattan - Straße der Jugend, 2012
Fine Art Print
Foto: Künstlerin

Die hierzu konzipierte Ausstellung stellt ca. 300 Fotografien aus dem Sammlungsbestand vor, die von künstlerischen Blicken auf 50 Jahre Alltag (in Brandenburg und anderswo) zeugen. Jene Repräsentationen gesellschaftlicher, kultureller und politischer Alltagswelten verweisen auf vielschichtige Lebenswirklichkeiten und Identitätsaspekte, die in individuelle und kollektive Räume eingeschrieben sind. Ein Darstellungsschwerpunkt liegt hierbei auf Abbildungen privater Sphären und Porträts, die Aufschluss über soziale Zusammenhänge geben. Des Weiteren steht der Themenbereich Arbeit im Fokus. Eingebettet werden diese beiden Hauptsujets in mehrteilige fotografische Bilder Brandenburgischer Landschafts- und Stadtansichten, die von den Veränderungen eines Flächenlandes in verschiedenen zeitlichen und politischen Epochen sprechen.


Unsere Ausstellung Finde Mangan! Künstlergruppe Mangan 25 macht vom 27. Februar bis 6. April 2015 im Waschhaus Kunstraum Potsdam Station.


(Änderungen vorbehalten)

 

  Kontakt | Impressum | © 2006