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AKTUELLES

Weltenwechsel
Annemirl Bauer
Aktionsraum "Finde Mangan!"
Gemischtes Doppel III
dkw. extern. Die dkw.-Sammlung auf Reisen

Weltenwechsel. Sammlung Seiz:
Figürliche Malerei aus dem letzten Jahrzehnt der DDR und heute
6.12.2014 - 15.02.2015 / 20.02. - 12.04.2015


06.12.2014 - 15.02.2015 Teil 1: Der Blick nach Außen
Hubertus Giebe, Clemens Gröszer, Rolf Händler, Bernhard Heisig,
Klaus Killisch, Konrad Knebel, Harald Metzkes, Roland Nicolaus,
Uwe Pfeifer, Stefan Plenkers, Wolfgang Smy, Heinrich Tessmer

21.02.2015 - 12.04.2015 Teil 2: Der Blick nach Innen
Lothar Böhme, Hartwig Ebersbach, Johannes Heisig, Peter Hoppe,
Walter Libuda, Werner Liebmann, Neo Rauch, Willi Sitte, Heinrich Tessmer,
Max Uhlig, Hans Vent, Jürgen Wenzel

Zum 25. Jahrestag von Mauerfall und Wiedervereinigung präsentiert das dkw. Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus gemeinsam mit dem Städtischen Kunstmuseum Spendhaus Reutlingen und dem Kunstverein Reutlingen das Ausstellungsprojekt "Weltenwechsel".
Ausgewählte Werke aus der Sammlung Siegfried Seiz, Reutlingen, werden mit aktuellen Arbeiten aus den Ateliers bzw. Nachlässen der 23 Künstler verwoben. Die Sammlung selbst vereint Bilder, die den generationsübergreifenden Facetten-reichtum und das teils subversive Potenzial der Kunst in der späten DDR anhand von Werken der bedeutendsten Protagonisten von Bernhard Heisig über Klaus Killisch und Harald Metzkes bis zu Neo Rauch verdeutlicht. Die Ausstellung macht den persönlichen Blick des Reutlinger Sammlers Siegfried Seiz kenntlich und offenbart den auf gegenseitigem Vertrauen beruhenden spezi-fischen Charakter einer im Dialog aufgebauten Sammlung.

Heinrich Tessmer
Große Reitergruppe (Apokalypse), 1986
Öl auf Leinwand, 200 x 200 cm
Sammlung Siegfried Seiz, Reutlingen
Foto: Volker Naumann, Schönaich
© VG Bild-Kunst, Bonn 2014
Heinrich Tessmer
Große Reitergruppe (Apokalypse), 1986
Öl auf Leinwand, 200 x 200 cm
Sammlung Siegfried Seiz, Reutlingen
Foto: Volker Naumann, Schönaich
© VG Bild-Kunst, Bonn 2014
Roland Nicolaus
Mänadenkollektiv, 2007
Öl auf Leinwand, 170 x 140 cm
Besitz des Künstlers
Roland Nicolaus
Mänadenkollektiv, 2007
Öl auf Leinwand, 170 x 140 cm
Besitz des Künstlers

Insgesamt zielt die Präsentation darauf ab, durch Einbeziehung neuerer Malereien der Künstler, Entwicklungslinien aufzuspüren, die durch den gesellschaftspolitischen Wandel motiviert und/oder durch künstlerische Entwicklungen bedingt sind. Über zwei zeitlich aufeinander folgende Kapitel reflektiert die Ausstellung die beiden Themenschwerpunkte: "Der Blick nach Außen" und "Der Blick nach Innen".

Im ersten Teil wird die zeitkritische Dimension der Malerei reflektiert, mit ihrer differenzierten Wirkung in die vielfach dargestellten städtischen, mithin gesellschaftlichen Räume hinein. Symbolisch verdichtete Mauergemälde, so von Roland Nicolaus und Stefan Plenkers, stehen neben Bildern der Vorahnung und visionären Überhöhung, so von Clemens Gröszer oder Uwe Pfeifer.
Im zweiten Teil rücken die klassischen Malereimotive wie Stillleben, Interieur, Landschaft und Aktdarstellung in Gemälden von Johannes Heisig, Max Uhlig oder Jürgen Wenzel ins Zentrum der Betrachtung. Sinnliche Intensität oder existentielle Ausdrucksstärke bestimmen jene Formen der Rückwendung ins Private.

Die Ausstellung ist ab Mai 2015 im Städtischen Kunstmuseum Spendhaus und im Kunstverein Reutlingen zu sehen.


Annemirl Bauer
06.12.2014 - 18.01.2015


Prologisch zu einer umfassenden Einzelausstellung der Malerin und Zeichnerin Annemirl Bauer (1939-1989), die das dkw. für das kommende Jahr konzipiert, führen im Vorfeld zwei Präsentationen an zwei unterschiedlichen Orten, nämlich dem dkw. als Kunstinstitution und dem Landtag als politischen Raum ein.

Annemirl Bauer
Bildnis einer Hergezogenen, 1982
Öl auf Hartfaser mit bemaltem Rahmen
Nachlassarchiv
Annemirl Bauer
Bildnis einer Hergezogenen, 1982
Öl auf Hartfaser mit bemaltem Rahmen
Nachlassarchiv

Weder als Künstlerin noch als politisch denkendes Subjekt passte Annemirl Bauer in das offizielle Bild der DDR. Ihr umfassendes Werk thematisiert mit unbändigem, expressivem Realismus gesellschaftliche Missstände, Militarismus, Geschlechterdifferenz und das Scheitern von Realpolitik. Ihre Arbeit steht für ein politisches Verständnis von Kunst, die im humorvoll pointierten Rückgriff auf Kunstgeschichte einen kritischen (Bild-)Raum zwischen Wirklichkeitsreflexion und Utopieproduktion herstellt.


Aktionsraum "Finde Mangan!"
Künstlergruppe Mangan25
22.11.2014 - 18.01.2015


Mangan25 ist eine interdisziplinäre Künstlergruppe, die als gemeinsame Arbeitsvoraussetzung bereisbare Erfahrungsräume aufsucht. Ungewöhnliche Landschaften, schwer zugängliche Habitate und Expeditionen im Grenzbereich stehen im Fokus. Die Künstlergruppe, im Jahre 2004 gegründet, besteht heute aus sieben Mitgliedern: Peter Adler (Maler), Kai-Uwe Kohlschmidt (Autor und Komponist), Gordon Adler (Fotograf und Designer), Wolfgang Wagner (Schauspieler und Übersetzer), Momo Kohlschmidt (Schauspielerin und Sängerin), Arta Adler (Schauspielerin und Ärztin) sowie Isabel Neyses (Kamerafrau). Mangan25 begibt sich immer wieder neu auf Spurensuche. Der Nanga Parbat (2004) und die Wüste Namibias (2012) gehören ebenso zu den bisherigen Zielen, wie der Regenwald Venezuelas (2010) und Spitzbergen im Arktischen Ozean (2009). Die Künstler waren auf den Spuren Ludwig Leichhardts in der australischen Simpsonwüste (2008) und auf Flussexpedition im Grenzland von Neiße und Oder (2013).

Mangan 25 / Gordon Adler
Spitzbergen, 2009
Fotografie
© Gordon Adler
Mangan 25 / Gordon Adler
Spitzbergen, 2009
Fotografie
© Gordon Adler
Mangan 25 / Kai-Uwe Kohlschmidt
Spitzbergen, 2009
Fotografie
© Kai-Uwe Kohlschmidt
Mangan 25 / Kai-Uwe Kohlschmidt
Spitzbergen, 2009
Fotografie
© Kai-Uwe Kohlschmidt

Wiederkehrende Reisemotive sind die selbstbestimmte Erfahrung unter erschwerten Bedingungen: Das "Sich-Aussetzen" im Material, die Empirie, die Studie geschichtlicher Themen. Dabei entstehen unterschiedlichste künstlerische Äußerungen in Malerei, Videoart, Fotografie, Text, Hörspiel und Feature. Die vielgestaltigen Arbeitsergebnisse des zehnjährigen Zusammenwirkens der Künstlergruppe Mangan25 werden aus eben diesem Anlass erstmalig in einem gemeinsamen Aktionsraum im dkw. Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus ausgebreitet. Eine dynamische Schau, die mit Installation, Malerei und Skulptur, Text, Fotografie und Equipment lebendige Einblicke in die gruppenspezifischen Prozesse gibt und sich zugleich im Ausstellungszeitraum verwandelt, in dem die Künstler als Akteure vor Ort die "Bewegungen im Raum" in unterschiedlichster Form aufnehmen und weiterführen werden.


Gemischtes Doppel III: Anne Heinlein, Katrin von Lehmann
Stipendiaten 2012 + Kunst-Förderpreisträger 2013
des Landes Brandenburg
22.11.2014 - 18.01.2015


Bei beiden Künstlerinnen, die diesmal in Dialog miteinander treten, steht am Anfang der Arbeit die Recherche von Prozessen, die im Vergangenen liegen.
So suchte die Fotografin Anne Heinlein für ihre Serie "Wüstungen" Orte an der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze auf, an denen bis in die 1980er Jahre Dörfer existierten. Von den Häusern und Gehöften, die von den DDR-Behörden zu Zeiten des Mauerbaus und der Grenzverstärkung enteignet und dem Erdboden gleichgemacht wurden, ist nichts geblieben. Die geschliffenen Dörfer sind gänzlich verschwunden und die Bilder zeigen nun stille menschenleere Landschaften.

Anne Heinlein
Zarrentin-Strangen, Kreis Hagenow/Mecklenburg-Vorpommern,
bebaut: 1911, gewüstet: 1972
Pigmentdruck, 2008
© Anne Heinlein
Anne Heinlein
Zarrentin-Strangen, Kreis Hagenow/Mecklenburg-Vorpommern,
bebaut: 1911, gewüstet: 1972
Pigmentdruck, 2008
© Anne Heinlein
Katrin von Lehmann
Visi-topia 1
Zeichnung, Perforation, 2014
Foto: Bernd Hiepe
© VG Bild-Kunst, Bonn 2014
Katrin von Lehmann
Visi-topia 1
Zeichnung, Perforation, 2014
Foto: Bernd Hiepe
© VG Bild-Kunst, Bonn 2014

Katrin von Lehmann ließ sich in ihrer gefalteten Pinselzeichnung "Die Feigenmauer aufdecken" vom Etatentwurf eines Hofgärtners aus dem 19. Jahrhundert inspirieren. Die Aufzeichnungen, die gärtnerische Tätigkeiten in der Orangerie und im Lustgarten von Sanssouci im Jahr 1834 auflisten, werden zum Ausgangspunkt der Arbeit. In der Zeichnung und im Faltprozess transformiert die Künstlerin das historische Dokument in eine neue Form und verweist auf die komplexen Zusammenhänge von Natur, Zeit und Raum.


dkw. extern. Die dkw.-Sammlung auf Reisen

Die Gemälde "U-Bahn Alexanderplatz" von Harald Metzkes und "Café Liolet" von Clemens Gröszer bereichern als Leihgabe die Ausstellung "Stadtbild / Kunstraum" (7.9. bis 11.1.2015) im Potsdam Museum.

Vom 14.10. bis zum 31.12.2014 präsentiert der Landtag Brandenburg unter dem Titel "eingeschlossen / ausgeschlossen" in seinem Foyer Arbeiten der Malerin Annemirl Bauer(1939 -1989). Das dkw. ist verantwortlich für die Realisierung dieser Schau und zeigt selbst von 06.12.2014 bis 18.01.2015 unter dem gleichen Titel ein Auswahl an Werken der Dissidentin und Künstlerin. Die Ausstellungen ergänzen sich gegenseitig und sind Vorzeichen einer umfassenden Präsentation des Werks Bauers, die das dkw. 2015 unter dem Titel "Ich möchte kein Gefangener im Käfig sein" im Programm hat.

Die im Herbst 2013 vom dkw. produzierte und gezeigte Ausstellung "Irreguläre und andere Tage" des aus Cottbus stammenden Künstlers Michael Schade (1964-2004) ist von 10. Dezember 2014 bis 18. Januar 2015 in Leipzig an der Galerie der Hochschule für Graphik und Buchkunst zu sehen. Die Bilder, die sämtlich aus dem vom dkw. verwalteten Nachlass stammen, sind meist auf Reisen entstanden und zeugen von einer subjektiven Herangehensweise an die Realität. Ganz gleich in welchem Land oder auf welchem Kontinent er unterwegs war, war sein Blick auf Alltäglichkeiten fokussiert, die am Rand der Wahrnehmung liegen. Durch ungewöhnliche Perspektiven, radikale An- und Ausschnitte, unkonventionelle Blickwinkel erscheinen seine Befragungen der Realität wie en passant aufgenommene Bilder.

Und seit dem Sommer befinden sich je eine Malerei von Norbert Schwontkowski und Hans Christoph als Dauerleihgaben im Büro des Gründungsbeauftragten der BTU Cottbus-Senftenberg.


(Änderungen vorbehalten)

 

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